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15.01.2018Herren 1. Liga

Knappe Niederlage im Halbfinal (mit Spielbericht)!

UHC Nuglar United - Blau-Gelb Cazis 7:8 (2:1, 3:3, 2:4)

Der UHC Nuglar United verliert den Ligacup-Halbfinal zu Hause gegen den UHC Blau-Gelb Cazis vor imposanter Zuschauerkulisse mit 7:8. Nach intensiven 60 Minuten setzte sich der Schweizermeister aus dem Bündnerland knapp aber insgesamt verdient durch. Der UHC Nuglar United gratuliert dem UHC Blau-Gelb Cazis zur erstmaligen Finalqualifikation. Der Final findet am 24. Februar 2018 in der Wankdorfhalle in Bern statt.

SPIELBERICHT ONLINE! :)

Es war einmal – vor Weihnachten. Als die Schwarzbuben sogar das Training für 5 Minuten aussetzten um der Cup-Ziehung von swissunihockey auf facebook live beizuwohnen. „Bloss nicht schon wieder Cazis…“ war wohl der Gedanke von manch einem. Betrachtet man die letzten 2 Jahre im Cup, traf man auf dem Weg nach Bern immer auf Cazis. Unter den verbleibenden vier kann es doch wohl nicht schon wieder der Fall sein. Doch es kam wie es kommen musste – der Klassiker wurde ausgerufen! Und wie! Mit Spielverschiebungen und hitzigen Diskussionen in allseits bekannten Onlineportalen fieberte der geneigte Leser dem 12.1.18 äh, 13.1.18 entgegen (Nuglar berichtete). So war er also da – der Abend an dem die Bühne frei wurde und der Vorhang fiel für ein Spektakel das irgendwie schon etwas wie zur Kleinfeldsaison gehört.

 

Allem voran. Diesmal war es der frischgebackene Schweizermeister der das glücklichere Ende für sich beanspruchen konnte und sich mit 7:8 fürs Highlight in Bern qualifizierte. Vergangen sind die Tage an dem dieses Spiel geprägt ist von Hässigkeit und Aggression. Vielmehr war das Spiel ansehnlich und spannend mit einer würdigen Kulisse und einem schlussendlich verdienten Sieger.  Gratulation an Cazis! Eine Zusammenfassung der drei Drittel folgt im Anschluss. 

 

Drittel 1 …ein Abtasten.
Bully gewonnen, Nuglar fährt den ersten Angriff – und versenkt den Ball hinter Koch! Was für ein Start! Die Halle tobte, hatten die ersten noch nicht mal ihr Bier richtig geöffnet oder die Schaumkrone dessen abgenippt. Tanner brachte seine Farben in Führung – und es folgte was folgen musste. Ein Drittel das geprägt war durch wenige Tore.
Ballbesitz, Abtasten und ein erstes Mal die Fähigkeiten der Torhüter testen war beidseitig angesagt. Cazis und Nuglar konnten sich jeweils mangelnde Effizienz vorwerfen. Chancen wurden nicht genutzt und so endeten die ersten 20 Minuten mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2:1 für die Schwarzbuben. Verschnaufen war auf der Tribüne angesagt – wurde es doch einige Male heiss vor den Toren der beiden Teams, mit jedoch wenig zählbarem.

 

Drittel 2 …die Fahrlässigkeiten.
Nun nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Beidseitig wurde mindestens ein Gang höher geschaltet was das Tempo und die Abschlusskadenz anging. So konnte Nuglar kurz nach der Pause den Vorsprung ausbauen und ging mit 3:1 Toren in Führung. Cazis liess sich jedoch nicht zweimal bitten und stellte bald den Anschlusstreffer wie auch den Ausgleich her. Die Solothurner liessen zahlreiche Chancen aus und brillierten im sonst so gefürchteten Überzahl ebenso nicht… als in Minute 30 bei den Bündern dann einer der Top Neuzuzüge schlechthin eingewechselt wurde. Martin Hitz (in vergangenen Saisons viermal bester Torhüter der NLA), bekannt und gefürchtet durch seine schnellen Verschiebungen und quarterbackartigen Auswürfe griff ins Geschehen ein. Doch die zahlreich erschienen Zuschauer wunderten, als die Solothurner noch vor der Pause auf 5:3 Treffer erhöhen konnten. Leider musste man kurz vor der Pause noch den vierten Gegentreffer hinnehmen und konnte erneut einen winzigen Vorsprung in die Pause mitnehmen.

 

Drittel 3 …das vergebliche Anrennen.
Nach der Pause waren das dann die Bündner, die ihres Zeichens am Drücker waren. Die jungen wilden Solothurner lernen in jedem Jahr dazu, wie man mit Drucksituationen umgeht und Vorsprünge über die Zeit bringt. Wartet auf der anderen Seite aber eine Mannschaft wie Cazis in der Edition 17/18, muss man sich entsprechend warm anziehen. So konnten die Herren aus dem Bünderland ihre langersehnten Tore verbuchen und erstmals in Führung gehen – dies schien der Bruch für die Schwarzbuben zu sein. Aufopfernd kämpften die Nuugler um den Hattrick fürs Finale in Bern – die eigene Effizienz und das fehlende Glück machten der Mannschaft aber einen Strich durch die Rechnung. Überzahlspiel und Chancenauswertung liessen am heutigen Abend, vorallem in den entscheidenen Phasen, zu wünschen übrig. So war der Anschlusstreffer, notabene 2 Sekunden vor Schluss, nur noch Resultatkosmetik. Mit 7:8 musste man die Bünder nach Bern ziehen lassen. Nuglar zeigte sich als fairer Verlierer, gratulierte und bedankte sich bei der imposanten Kulisse für den tollen Support.

 

Nuglar kann sich wenig Vorwürfe machen. Führte man das Spiel doch über zwei Drittel an, gegen die Bündner Mannschaft, welche vor Saisonbeginn den Doublegewinn als grosses Ziel ausgerufen hatte. Cazis hatte in der Meisterschaft und an den Cupspielen bisher immer brilliert – kein Gegner konnte die Herren ernsthaft in Bedrängnis bringen. So macht es die Schwarzbuben stolz, dass man aufopfernd kämpfte, eine starke Leistung zeigte und dem allgemein verschrienen Favoriten absolut ebenbürtig war. Schlussendlich hat das bessere bzw. cleverere Team gewonnen. Die Nugler waren sich nach dem Spiel in den Katakomben aber einig – trotz reduziertem Kader von Nuglar und den Widrigkeiten der vergangen Wochen und Monate (summiert aus der harzigen Meisterschaft und dem anhaltenden Verletzungspech) wäre das Wunder heute Abend machbar gewesen. La familia hat sich teuer verkauft und bedankt sich bei allen Supportern und Sponsoren. Ihr seid die besten!
Im nächsten Jahr wird wieder angegriffen, aber sowas von! #borntofight