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25.02.2019Herren 1

Ein wahrer Cupfight in Bern – mit vergoldetem Silber für Nuglar.

Für den Kenner der Kleinfeldszene war der Wetteinsatz für das Finale klar. Cazis als Dominator der Ost-Gruppe spielte ein «vorgezogenes Finale» bereits im Halbfinale gegen Kappelen – das Spiel in Bern müsste daher eine reine Formsache werden. Nuglar zeigte aber einmal mehr, dass es ein wahres Cupteam ist. Mit dem knappen 8:9 Schlussresultat musste durfte man zwar zum vierten Mal mit Silber aus Bern abreisen – noch nie war Silber aber so Golden wie im Jahr 2019.

«Release the beast» (das Monster freilassen) war das Motto für den Flyer des diesjährigen Cupfinals. Dass dies ein ganz schwieriges Spiel wird, um endlich Gold ins Schwarzbubenland zu entführen, wahr wohl nicht nur den Spielern, sondern auch den heimischen Zuschauern klar. Mit drei prall gefüllten Fancars brachte man den eigenen Fansektor beinahe zum Platzen! Der Countdown wurde heruntergezählt, die Teams liefen ein… und mit einer Fanchoreo wie man sie sonst nur aus den grossen Fussballspielen kennt wurden die Schwarzbuben empfangen. Angeheizt vom Publikum legten die Schwarzbuben los wie die Feuerwehr – nach knapp 10 gespielten Minuten waren die Solothurner gegen die Bündner gleich mit drei Toren in Front. Wer hätte das gedacht! Dass die routinierte Truppe der Cazner sich von sowas nicht aus der Ruhe bringen lässt war den Zuschauern wie auch den Spielern in der Wankdorfhalle jedoch klar. Mit zwei Treffern binnen 10 Sekunden waren die Bündner wieder dran. Doch Nuglar hatte auch hierzu eine Antwort bereit und legte den vierten Treffer nach. Im hochattraktiven und körperbetonten Spiel der beiden Teams wurde einander nichts geschenkt. Zur Pause lagen die Schwarzbuben hauchdünn mit 4:3 in Front.

Beide Teams entschlossen sich im Mitteldrittel einiges umzustellen. Neue Formationen, neue Torhüter andere Taktiken. Doch diesmal erwischte Cazis den besseren Start und konnte nach rund 30 Minuten erstmals das Spieldiktat an sich reissen. Wer aber dachte, dass Nuglar sich aus der Ruhe bringen liesse lag falsch – die Partie blieb weiter umkämpft. Der herausragende Schiedsrichter Roman Kaiser hatte die perfekte Linie für dieses Spiel gefunden. So war das Resultat von 6:7 nach 40 Minuten ähnlich knapp wie nach 20 Minuten, nun aber mit dem leichten Vorteil für die Bündner.

Der letzte Abschnitt musste also über den Sieger der Partie richten. Es war von grosser Bedeutung, wer den nächsten Treffer erzielen und den Vorteil auf seine Seiten bringen konnte. Da fiel der Treffer – für Cazis. Man sah sich also gezwungen zu reagieren, um das 6:8 aufzuholen. Nuglar stellte für die letzten 10 Minuten auf zwei Linien um, um das Spieldiktat nochmals an sich zu reissen. Dass Cazis jedoch 15 hervorragend Spieler auf der Bank hat, hilft für einen engen Schlussabschnitt nicht wirklich weiter. Wo die Schlüsselspieler von Nuglar schon im dunkelroten Bereich drehen, kann Cazis nochmals den Turbo zünden. So versuchten die Solothurner alles, um die drohende Niederlage abzuwenden. Das Spiel zu viert war am heutigen Tag jedoch zu ungenau um den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen. Die Strafe gegen Cazis eine gute Minute vor Schluss konnte aus Sicht der Schwarzbuben nur noch genutzt werden um den Anschlusstreffer mit einem sehenswerten Zorrotor zu verbuchen. In den letzten 20 Sekunden konnte zuwenig Druck erzeugt werden, um den Ball nochmals zurückzuholen und etwas Sehenswertes zu kreieren. Die Schwarzbuben konnten dem Bünder-Favoriten nur noch zum Siege gratulieren. Man durfte stolz auf sich sein ein dermassen einseitiges Finale solange so eng zu gestalten. Das war beste Werbung für die Farben von Nuglar und das Kleinfeldunihockey!

Ein unfassbarer Fansektor mit einer noch nie dagewesenen Choreo, aufsässige Schwarzbuben mit viel Herz und Emotionen und ein wahrer Klassiker «Nuglar gegen Cazis» wurden dem Cupfinal 2019 mehr als gerecht. Das verlorene Gold wurde zu gewonnenem Silber und macht Lust auf mehr. Wer Nuglar am Samstag in Bern gesehen hatte weiss nun auch definitiv, warum der Vereinsname «Nuglar United» lautet – mit solch einer Fankulisse und dem starken Kollektivauftritt des Herrenteams kann in Zukunft noch alles möglich sein. Wir bedanken uns bei jedem einzelnen Zuschauer Livestreammitfieberer, Supporter und Schlechtreder für diesen Cupfinal. Wir werden zurückkommen!

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